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14/06/2013,

Employer Branding

Berufsorientierung in Zeiten von Social Media

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Ein Start-up aus Österreich bietet Berufsorientierung mal anders: nicht per Berufsbroschüren-Flut wie in vielen staatlichen Berufsorientierungszentren, sondern via Videostories im Netz. Eine Idee, die zeigt, dass Berufsberatung innovativ sein kann.

Hinter whatchado steckt ein junges Team aus Wien, das frischen Wind in das Thema Berufsorientierung bringt. In Form von Videogeschichten stellen Menschen ihren Beruf, ihren Arbeitsalltag und ihren Werdegang vor, und beantworten Jugendlichen damit genau die Fragen, die sie beschäftigen. Was bislang nur im direkten Gespräch herauszufinden war, kann man auf whatchado.net beim Durchlicken von über 5000 Minuten Videomaterial erfahren. Und das ist nicht nur innovativ, das ist auch zeitgemäß. Wo staatliche Beratungsstellen oft fern des Lebensalltags der Jugendlichen agieren, spricht whatchado die junge Zielgruppe genau dort an, wo sie sich am besten auskennt, in den sozialen Netzwerken. Und lässt dabei die wahren Jobexperten sprechen: Designer, Ingenieure, Maschinenbauer, U-Bahnfahrer, Programmierer…über 1000 Videostories sind mittlerweile zusammengekommen. Diese Zahl zeigt, dass die Idee ankommt, denn whatchado ist erst seit 2011 online. Zahlreiche Auszeichnungen gab es auch schon.

Zielgruppe: Social Media affine Jugendliche

Für Berufstätige, die bereits einen bestimmten Karriereweg eingeschlagen haben, wird whatchado keinen großen Mehrwert bieten. Aber für Social Media affine Jugendliche ist die Plattform spannend. Hier erzählen zum Beispiel junge Auszubildende, was man in den Lehrjahren so alles lernt oder ein Unternehmensgründer, was in seinen Augen einen guten Entrepreneur ausmacht: Die richtige Kombination aus zupackendem Wesen und wirren Hirn. Zusätzlich zu den Videos gibt es auf der Website ein Interessensmatching, das die eigenen Interessen direkt mit passenden Berufen verknüpft sowie ein Blog mit Geschichten und News aus der HR-Welt. Und wer direkt Kontakt mit Unternehmen aufnehmen will, für den organisiert whatchado spezielle Hangout-Sessions. So können Jugendliche per Video-Chat CEOs kennenlernen und mit ihnen diskutieren. Klar, dass alle Aktivitäten direkt mit dem eigenen Facebook-Account verlinkt werden, getwittert oder via google+ geteilt werden können.

Neue Wege für Employer Branding

Auch für Unternehmen ist das Video-Portal interessant. Sie können sich auf eigens erstellten Karriereseiten mit ihrem gesamten Berufsportfolio als attraktiver Arbeitgeber präsentieren, ihre offenen Stellen bewerben, Kontaktadressen sowie Links zu eigenen Social Media Kanälen kommunizieren und, natürlich, ihre Mitarbeiter per Videostories für sich sprechen lassen. Karriere-Storytelling, das auf die Online Reputation einzahlt. All das für eine monatliche Gebühr. So finanziert sich whatchado.

Und wie geht’s weiter? In Zukunft soll die Website noch internationaler werden, Menschen auf der ganzen Welt ihre Videostories hochladen, also irgendwie ein Youtube der Lebensgeschichten. Es bleibt spannend!

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In unserem Blog geht es um Kommunikation im digitalen Zeitalter – insbesondere für mittelständische B2B-Unternehmen. Wir teilen außerdem unser Fachwissen und unsere Einschätzung zu Ereignissen, Trends und Zukunft. Die geäußerte Meinung entspricht der Haltung des Autors.

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