<img height="1" width="1" style="display:none" src="https://www.facebook.com/tr?id=424231064635974&amp;ev=PageView&amp;noscript=1">
 
29/03/2010,

Social Media

Bis dass der Tod uns scheidet?! Die Macht der Online ID.

 

kreuz2-e1274372304948.jpg

Stellen Sie sich vor, Sie checken in der Früh nichts ahnend Ihre Mails und finden in der Inbox eine Nachricht mit dem Betreff: „Grüße aus dem Jenseits“. Ihr erster Gedanke wäre wohl, dass es sich hierbei um einen makaberen Scherz handelt. Doch dann stellt sich heraus, dass es tatsächlich das letzte virtuelle Lebenszeichen eines Verwandten, Freundes oder Bekannten ist. Natürlich wurde die Mail nicht direkt aus dem Reich der Toten versendet.Diese Aufgabe hat ein Anbieter wie beispielsweise mylastemail.com oder mywebwill.se übernommen. Anbieter wie diese ermöglichen neben dem Versenden von Abschiedsmails, das Hinterlegen von sämtlichen Passwörtern. So können beispielsweise Profile nach dem Tod gelöscht werden.

Die Rolle des Todes gewinnt im Web2.0. immer mehr an Bedeutung: In den USA hat sich ein Trend entwickelt, bei dem Todesanzeigen durchforstet , die Namen der Verstorbenen gegooglet und ihre virtuelle Biografie aufs Genaueste studiert wird. Auf Facebook, beispielsweise, kann der Seite einer verstorbenen Person ein „Memorial-Status“ zugewiesen werden. Virtuelle Friedhöfe schaffen eine neue Form geliebter Menschen zu gedenken.

Die Macht der online ID

Diese Beispiele zeigen zum einen, dass, auch wenn man offline schon lange tot ist, das Leben online beinahe ewig weiter geht. Zum anderen sind sie aber auch ein sehr guter Beleg dafür, wie stark die online ID ist – sogar über den Tod hinaus bleibt das virtuelle Ich präsent. Die online ID und die reale Identität sind kaum noch voneinander zu trennen. Aber ganz ehrlich? Ist man sich der Macht des virtuellen Ichs immer und jeder Zeit bewusst? Wie oft postet man, beispielsweise auf Facebook, mehr oder weniger gut überlegte oder weltbewegende Kommentare? Statusmeldungen, die in dem Moment des Postens noch äußerst amüsant waren, können sich nicht nur auf Ihre online ID sondern auch auf Ihre reale Identität sehr negativ auswirken – oder ist es tatsächlich eine heroische Leistung sonntags um 17:00 Uhr noch immer völlig verkatert in den Seilen zu hängen? Vielleicht gibt es sogar noch Photos, die die heldenhafte Tat des Vorabends detailliert dokumentieren? Das Private wird im Handumdrehen zum Öffentlichen. Oder könnten Sie sich vorstellen, auch außerhalb der virtuellen Welt Freunde aber auch flüchtige Bekannte oder sogar Arbeitskollegen non Stopp über Ihre Befindlichkeit, ihr Tun und Nichtigkeiten auf dem Laufenden zu halten? Wohl kaum! Das Internet setzt unsere Hemmschwelle herab und steigert unser Mitteilungsbedürfnis. Ob im privaten oder beruflichen Bereich, gewollt oder ungewollt: die Präsenz der online ID ist oftmals kaum überschau- und kontrollierbar.

Die weiße Weste bleibt weiß

Folglich ist Online Reputation Management unerlässlich. Schließlich wollen Sie auch im Internet einen guten Eindruck hinterlassen und Ihre weiße Weste nicht mit unüberlegten Kommentaren und brisanten Photos beflecken.

In unserem Blog geht es um Kommunikation im digitalen Zeitalter – insbesondere für mittelständische B2B-Unternehmen. Wir teilen außerdem unser Fachwissen und unsere Einschätzung zu Ereignissen, Trends und Zukunft. Die geäußerte Meinung entspricht der Haltung des Autors.

Beliebte Artikel