<img height="1" width="1" style="display:none" src="https://www.facebook.com/tr?id=424231064635974&amp;ev=PageView&amp;noscript=1">
 
14/05/2010,

Social Media

Employer Branding mit Social Media – Teil 2: Facebook und Kununu

facebook-logo8-150x150.png

In einem unserer letzten Artikel haben wir über das Thema Employer Branding mit Social Media geschrieben. Zu den aktuell relevantesten Netzwerken gehören nach einer zitierten Studie der Beratungsagentur stoll&fischbach die sozialen Netzwerke XING und LinkedIn, gefolgt von Facebook, Twitter, StudiVZ, MeinVZ und Kununu. In einer Artikelreihe werden wir uns mit den verschiedenen Sozialen Netzwerken und ihrer Relevanz für das Employer Branding näher beschäftigen. Den Anfang machen wir mit Facebook und dem Arbeitgeberbewertungsportal Kununu.

Employer Branding mit Facebook

Nach Angabe des Facebook Gründers Zuckerberg im Juli 2009 hat Facebook weltweit die Zahl von 250 Mio. Usern überschritten. In Deutschland weist Facebook nach Schätzungen von wikio 3,3 Mio. Nutzer aus, was einem Anteil von 4 Prozent der deutschen Bevölkerung entspricht. Tendenz stark steigend. 43% der Facebook Nutzer in Deutschland sind zwischen 26 und 40 Jahre und stellen damit für das Employer Branding eine sehr interessante Zielgruppe dar. Eine Facebook Seite ist auch für Unternehmen kostenlos und bietet Unternehmen jeder Größe eine kostengünstige Alternative für das Employer Branding mit Social Media. Die Vorteile im Überblick.

  • Kommunikationskanal für die interessante Zielgruppe der 25- bis 40-Jährigen
  • Direkter Dialog mit Bewerbern und potenziellen Bewerbern
  • Gezielte Kommunikation der Vorteile als Arbeitgeber, z.B. durch Einbindung von Videos über das Unternehmen oder Statements von Mitarbeitern
  • Verknüpfungen mit z.B. Twitter, Youtube
  • Statistische Auswertungen über die Besucher der Facebook Seite
  • Suchmaschinenoptimierung, da Facebook Seite allen zugänglich ist, auch nicht registrierten Interessenten
  • Facebook Seite kann durch virale Effekte im Netz verbreitet werden, z.B. Empfehlung von Fans an Freunde

Otto-Gruppe: Employer Branding mit Facebook

Die neue Social Media Strategie der Otto-Gruppe hat Anfang 2010 für Furore in der Fachwelt gesorgt. Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland ist die Gruppe mit einer Facebook Seite für Employer Branding online gegangen. Unter der Headline „Otto Gruppe: Ein attraktiver Arbeitgeber“ präsentiert das Unternehmen vielfältige Informationen für Studenten, Absolventen und Professionals. Das Angebot reicht von offenen Stellen, über die Präsenz der Gruppe auf Recruiting Messen bis hin zu interessanten Artikeln rund um Employer Branding in Social Media. Viel diskutiertes Highlight ist sicherlich das Video „Fliegendes Vorstellungsgespräch“, das bei Youtube bereits über 20.000 Aufrufe verzeichnet. Eine ausführliche Filmkritik über das Vorstellungsgespräch im freien Fall ist bei blogaboutjobs.de von Thorsten zur Jacobsmühlen nachzulesen. Insgesamt kommt die Otto-Gruppe mit ihrer Facebook Seite und rund 1.000 Fans auf Platz sechs der Hitliste deutscher Unternehmen mit Fanpages in Facebook, die von Bernd Schmitz zusammengestellt wurde. Auf den ersten fünf Rängen befinden sich Media Saturn, Bertelsmann, Bayer Business Consulting, Robinson und Siemens. Andere Unternehmen wie BMW fehlen noch in dieser Liste. Die Facebook Seite des Münchner Automobilherstellers verzeichnet zwar über 600.000 Fans, jedoch stellt sich das Unternehmen nur mit seinen Produkten – aber nicht als Arbeitgeber vor.

Employer Branding mit Kununu

Als Arbeitgeberbewertungsportale werden laut Wiki Websites bezeichnet, die Usern die Möglichkeit geben, ihren ehemaligen oder aktuellen Arbeitgeber zu bewerten. Sie stellen somit eine spezielle Unterkategorie der Bewertungsportale im Internet dar und funktionieren im Wesentlichen nach dem gemeinhin bekannten Prinzip der Online-Bewertungen. Zu den wichtigsten Arbeitgeberbewertungsportalen zählen kununu.com, jobvoting.de oder kelzen.com. Nach eigenen Angaben gibt es bei Kununu derzeit über 43.000 Bewertungen, 30.000 davon aus Deutschland. Damit ist das Portal Marktführer im deutschsprachigen Raum.

kununu_startseite-199x300.jpg

Laut Computerwelt orientiert sich das von Kununu angebotene Bewertungsraster methodisch an der European Foundation for Quality Management (EFQM) und ihrem Standard für die ganzheitliche Betrachtung von Organisationen. Nutzer bewerten in einer Kurzbewertung ihre Arbeitgeber nach dreizehn verschiedenen Kriterien. Bei der ausführlichen Variante werden zusätzlich noch Unterkategorien abgefragt. Damit im Bewertungsportal ein möglichst umfassendes Bild über den Arbeitgeber abgegeben wird, hat Kununu Regeln für die Bewertung aufgestellt und eine Redaktion eingesetzt, die auf die Einhaltung dieser Regeln achtet. So sind beispielsweise keine Veröffentlichungen über Firmeninterna erlaubt, sowie keine Anschwärzungen von Mitbewerbern. Auch Begriffe wie Sklaverei, Schufterei oder diskriminierende Ausdrücke sind verboten und werden von der Redaktion gelöscht, sobald sie entdeckt werden.

Kununu hat hohe Relevanz bei Google

Die Webseite von kununu.com besitzt einen Google Page Rank von 6. So können Jobs von kleinen und mittleren Unternehmen, die dort als Arbeitgeber ein Profil mit offenen Stellen einstellen, über Google besser gefunden werden, als über die eigene Webseite. Doch sind es vor allem auch hier die großen Konzerne wie Deutsche Telekom, Commerzbank, HypoVereinsbank oder Metro, die Kununu als Teil ihrer Employer Banding Strategie in Social Media nutzen. Ob Arbeitgeberbewertungsportale damit den Jobbörsen im Netz zukünftig den Rang ablaufen werden, bleibt abzuwarten.

In unserem Blog geht es um Kommunikation im digitalen Zeitalter – insbesondere für mittelständische B2B-Unternehmen. Wir teilen außerdem unser Fachwissen und unsere Einschätzung zu Ereignissen, Trends und Zukunft. Die geäußerte Meinung entspricht der Haltung des Autors.

Beliebte Artikel