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06/11/2018,

Interne Kommunikation

Immer mehr Generationen im Job: Die Altersvielfalt erfordert eine differenzierte Ansprache

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Baby-Boomer, Generation X, Y und jetzt Z: Im Beruf kommen Mitarbeiter mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten, Einstellungen und Kommunikationsgewohnheiten zusammen. Für Unternehmen ist das oft eine Herausforderung: Sie brauchen eine interne Kommunikation, die alle Altersgruppen gleichermaßen anspricht.

Homeoffice, flache Hierarchien, Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Gerade erst haben sich die Unternehmen an die Wünsche und Werte der Generation Y, den so genannten Millennials, gewöhnt. Da kommt schon die Generation Z auf den Arbeitsmarkt – und die tickt wieder ganz anders. Eine weitere Altersgruppe gilt es in das Arbeitsleben integrieren. Keine leichte Aufgabe: Die Einstellungen zur Arbeit und das Kommunikationsverhalten unterscheiden sich zum Teil deutlich voneinander.

So kommt es den ganz Jungen auf geregelte Arbeitszeiten und eine klare Trennung zwischen Job und Privatleben an. Die emotionale Bindung an den Arbeitgeber, die schon bei den Millennials nachgelassen hat, rückt noch weiter in den Hintergrund. Dafür steigt die Bedeutung der Freizeit. „Erst das Vergnügen, dann die Arbeit“: Mit diesen Worten beschrieb „Brand Eins“ kürzlich die Einstellung der Gen Z. Sogar Unternehmensberatungen erleben mittlerweile, dass sie im Vorstellungsgespräch nach Teilzeitstellen gefragt werden. Allerdings ist es nicht so, dass die Jungen nicht leistungsbereit sind. Sie setzen nur andere Prioritäten. Es kommt ihnen weniger auf die Höhe des Gehalts und Status an, sondern vielmehr auf unterstützende Führung, flexible Arbeitszeiten, Spaß im Job, ein gutes Arbeitsklima, interessante Projekte und Entwicklungschancen.

Ganz wichtig ist auch eine funktionierende Technik am Arbeitsplatz. Die Bezeichnung „Digital Natives“ trifft auf die Generation Z noch mehr zu als auf die Milliennials. Die ganz Jungen kennen kein Leben ohne Internet. Sie sind jünger als Google. Die Digitalisierung ist für sie untrennbar mit dem Berufsalltag verbunden, in den soziale Netzwerke, WhatsApp, Blogs und Foren einfließen und über das Smartphone jederzeit zugänglich sind.

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Von altersgemischten Teams können Unternehmen profitieren

Die unterschiedlichen Erwartungen von vier, teilweise sogar fünf oder sechs Generationen stellen Unternehmen vor Herausforderungen. Aber die Vielfalt bietet auch Chancen. Die Vorteile altersgemischter Teams werden immer wieder in Studien bestätigt. Profitieren können Unternehmen vor allem von der Verknüpfung unterschiedlicher Kompetenzen: den Technologiekenntnissen und neuen Methoden sowie dem Tempo der Jungen mit der Erfahrung, dem Qualitätsbewusstsein und der sozialen Integrität der Älteren. Unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen in der Problemlösung können bereichernd sein, der Wissenstransfer verstärkt werden. Auch Machtkämpfe sind in altersgemischten Teams seltener, weil das Konkurrenzverhalten hier weniger ausgeprägt ist.

Allerdings ist die Zusammenarbeit zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitern kein Selbstläufer. Sie muss auch gefördert werden – etwa durch Mentorenprogramme, bei denen Ältere die Jungen unter ihre Fittiche nehmen beziehungsweise junge Mitarbeiter die Älteren an neue Tools und Plattformen heranführen. Besonders wichtig ist dabei die Rolle der internen Kommunikation im Unternehmen. Sie muss in der Lage sein, alle Generationen im Unternehmen anzusprechen. Und das ist gar nicht so trivial.

Die Einführung neuer Kommunikationsformen braucht Zeit

Denn Vertreter der Millennials und der Generation Z unterscheiden sich in ihrem Kommunikationsverhalten deutlich von ihren älteren Kollegen. Wichtig sind für sie eine intensive und individuelle One-to-Many-Kommunikation in Echtzeit, schnelle Responsezeiten sowie die Nutzung von sozialen Medien und Instant-Messaging-Diensten im Job. E-Mails gelten für sie als altmodisch. Auf der anderen Seite besprechen sie, anders als viele Millennials, wichtige Themen im Job lieber Face to Face, wie Untersuchungen des US-Magazins Inc. zeigen.  Für viele Ältere ist und bleibt dagegen die E-Mail das wichtigste Kommunikationsmittel. Vom gleichzeitigen Einsatz mehrerer Collaboration-Tools wie Trello, Slack und Co. fühlen sie sich schnell überfordert. Obwohl sie in ihrer Freizeit Facebook nutzen - gegen den beruflichen Austausch in sozialen Medien haben sie zum Teil noch Vorbehalte. Speziell in hierarchisch organisierten Unternehmen scheuen sich Mitarbeiter, Kommentare zu posten, die auch von Vorgesetzten gelesen werden, oder einen Vorschlag zu machen, der möglicherweise abgelehnt wird.

Um alle gleichermaßen ansprechen zu können, braucht es Kommunikationsformen, die von allen anerkannt und genutzt werden. Wer sich als modernes Unternehmen präsentieren will, kommt nicht an der Verwendung innovativer Kommunikationsformen vorbei. Daher sollten alle Mitarbeiter eine grundsätzliche Bereitschaft mitbringen, neue Kanäle und Tools zu nutzen. Aber sie sollten auch die Zeit bekommen, um sich daran zu gewöhnen. Wenn Mitarbeiter im sozialen Unternehmensnetzwerk erst einmal nur Beiträge lesen und nichts selber posten, sollte man ihnen keinen Druck machen. Die Nutzung der sozialen Medien lässt sich nicht erzwingen. Sie bedeutet einen umfassenden Veränderungsprozess, auf dem man die Mitarbeiter mitnehmen muss.

Sabine Prehl

Autor Sabine Prehl

Die frühere Computerwoche-Redakteurin schreibt mit Leidenschaft, nicht nur über technische Themen. Auch in den Bereichen Architektur, Design, urbane Mobilität sowie Gesundheit und Ernährung hat die Kommunikationswissenschaftlerin viele Jahre Texterfahrung, und sie ist immer offen für Neues. Zur Arbeit kommt sie meistens mit dem Fahrrad, und auch sonst ist sie gerne in Bewegung – ob auf Skiern, Inline-Skates oder beim Yoga.

In unserem Blog geht es um Kommunikation im digitalen Zeitalter – insbesondere für mittelständische B2B-Unternehmen. Wir teilen außerdem unser Fachwissen und unsere Einschätzung zu Ereignissen, Trends und Zukunft. Die geäußerte Meinung entspricht der Haltung des Autors.

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