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03/03/2015,

Social Media

Marketing mit Memes: Werbung im Social Media Zeitalter

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Inzwischen dürften jedem Social Media Nutzer Grumpy Cat, Futurama Fry und Kumpanen wohl bekannt sein. So genannte Memes sind heutzutage das Mittel schlechthin, um sich auf Social Networks mit Bildern auszudrücken. Doch was ist eigentlich ein Meme? Memes können eine Handlung, ein Bild oder auch einfach nur ein Ausdruck sein, der sich in kürzester Zeit in sozialen Netzwerken allein durch das Sharen der User verbreitet. Das Rezept für ein perfektes Meme ist simpel: Man nehme ein witziges Bild, füge eine einprägsame Botschaft hinzu, und schon kursiert das Ganze schnell wie der Blitz um die Welt. Gut, so einfach ist das nun auch wieder nicht, aber im Prinzip ist es wirklich nicht schwer. Auch Firmen und Unternehmen entdecken nun langsam das Phänomen der Bildsprache auf Social Media.

5 Gründe für Marketing via Memes

  1. Zum einen sind Memes bereits viral verbreitet worden. Die mühevolle und oft schwer zu überwindende Hürde, eine breite Masse zu erreichen, ist somit schon genommen. Gerade so genannte Macros (eine Art Vorlage) sind in der ganzen Welt bekannt und können trotz Sprachbarriere fast überall verstanden werden. Wieso ist das so? Nehmen wir mal das Angry Walter-Macro, das die Figur Walter Sobchak aus dem Filmklassiker The Big Lebowski zeigt. Der Charakter ist bei vielen bekannt. Der Bekanntheitsgrad des Fotos oder Cartoons ist ausschlaggebend für ein erfolgreiches Meme.
  2. Ein weiteres Merkmal von Memes ist die Tatsache, dass auf dem ersten Blick erkannt werden kann, was die Aussage sein soll. Walter ist ganz offensichtlich außer sich, da er mit zornigem Gesichtsausdruck seine Waffe lädt.
  3. Zuletzt wird dem Macro ein einprägsamer Text hinzugefügt. Nicht zwingend, jedoch zielführend sind festgelegte Ausdrücke, die dem Meme zugeschrieben werden. Walter fragt sich beispielsweise in der Regel immer: „Am I the only one around here …?“. Er, beziehungsweise sein alter Ego (der Poster) drückt damit aus, dass er mit seinen extremen Ansichten allein dasteht.
  4. Nicht zu vergessen ist außerdem der Kostenfaktor der Erstellung von Memes. Da es sich um meist schon vorgefertigte Vorlagen handelt, fällt ein großer Teil des aufwendigen Produktionsprozesses von Marketing-Kampagnen weg. Wer mit dem Memegenerator umgehen kann, wird schon bald problemlos Memes wie am Fließband produzieren können (memegenerator.net).
  5. Die Verbreitungsmodalitäten sind auch um einiges kostengünstiger als sonst. Da es sich bei Memes oft um digitalen Input wie Macros, Fotos, Videos oder Text handelt, sind sie ideal zum Posten, Sharen und Liken auf Social Media Plattformen. Es ergibt sich außerdem der Kontakt zu einer Zielgruppe, die durch konventionelle Kanäle nicht immer erreicht werden kann.

Allerdings gilt es in jedem Fall unbedingt das Urheberrecht zu wahren, da man nicht mit eigenem Bildmaterial arbeitet. Fremde Macros, die für kommerzielle Zwecke ohne die Zustimmung des Urhebers genutzt werden, können rechtlich belangt werden.

Marketing-Kampagnen mit Memes

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Macros können für Marketing-Zwecke ideal genutzt werden. Nehmen wir mal das berühmte Meme Success Kid. Success Kid mit seinem selbstgefälligen Gesichtsausdruck feiert einen besonderen Erfolg. Es hat eine Situation besser gemeistert als gedacht.

Success Kid ist eines der aktuell bekanntesten Memes, die in Umlauf sind. Auch das britische Medienunternehmen Virgin Media nutzt den Bekanntheitsgrad des Macros. Von Plakatwänden aus freute sich Success Kid über HD-Sender ohne Zusatzkosten.

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Video-Memes und Hashtags

Die meisten stellen sich unter klassischen Memes eben genannte Macros vor. Allerdings können auch Texte und Videos als Memes genutzt werden. So ist ein ganz normaler Tweet beispielsweise auch ein Meme. Vor allem, wenn ein Hashtag oft verwendet wird. #JeSuisCharlie kann beispielsweise inzwischen als Meme bezeichnet werden.

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Ein gutes Beispiel für erfolgreiche Werbung mit Video-Memes bietet die Kampagne von Wonderful Pistachios, welche die im Web bekannten Figuren The Honey Badger und Keyboard Cat für ihre Spots verwendete.

 

Trink ne Coke mit…

Das Beste, was einem Meme passieren kann, sind große Ergebnisse für geringen Input. Es soll letztendlich so beliebt werden, dass es von den Usern selbst verbreitet wird. Eine effektivere Art der Werbung gibt es nicht. Für Marketing-Zwecke eignet sich ein Meme in Form einer vorgefertigten Vorlage, die von den Kunden individuell gestaltet werden kann. So konnte Coca-Cola mit ihrer Marketing-Kampagne „Trink 'ne Coke mit“ von 2013 sogar einen GWA Effie abräumen. Die Strategie war simpel: Der festgelegte Claim konnte von den Kunden mit beliebigen Namen ergänzt werden. Was diese dann auch fleißig taten.

Spricht etwas gegen Marketing mit Memes?

Eigentlich nicht. Dieser Meinung ist auch der Y U No Guy. Er entsprang der Zeit, als mit SMS und Internet nur noch anhand von Abkürzungen kommuniziert wurde. Mit „Y U Not…?“ („Why do you not…?“), ist er der Meinung, dass es keinen Grund gäbe, etwas nicht zu tun.

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In unserem Blog geht es um Kommunikation im digitalen Zeitalter – insbesondere für mittelständische B2B-Unternehmen. Wir teilen außerdem unser Fachwissen und unsere Einschätzung zu Ereignissen, Trends und Zukunft. Die geäußerte Meinung entspricht der Haltung des Autors.

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