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08/08/2014,

Social Media

Social Media Selbstvermarktung am Beispiel Airbnb

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Die Social Media Gemeinde staunte nicht schlecht, als Unterkunftsvermittler Airbnb sein neues Logo präsentierte. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich das Symbol über die Social Media Kanäle. Was eigentlich wie ein „A“ aussehen soll, gleicht jedoch mehr einem Stück Obst oder dem besten Stück des Mannes. „Bélo“, so der Name des neuen Logos, erntete jede Menge Hohn und Spott. Blogs und Foren gaben der Angelegenheit ihren eigenen Namen und tauften Airbnb’s neues Logo #Genitaliengate. Sogar ein extra gestarteter Tumblr-Blog sammelte die lustigsten und kreativsten Interpretationen des umstrittenen neuen Designs und stellte sie auf der Social Media Plattform zur Schau. Doch steckt hinter dem einfachen Redesign des Unternehmensnamen vielleicht eine ausgeklügelte Marketing-Aktion? „Bélos“ rasche virale Verbreitung im Netz ist für das Unternehmen Gold Wert – ohne dafür Geld in die Hand nehmen zu müssen.

Social Media sei Dank: Crowdfunding Aktion rettet Redesign Kampagne

Eine Stellungnahme gab es nicht. Airbnb machte sich die unzähligen Kritiken in jeder Hinsicht zu Nutzen und reagierte mit einer Crowdsourcing Kampagne. Alle Mitglieder waren aufgefordert, selbst kreativ zu werden und ihr Airbnb Logo mit einer eigenen Geschichte zu entwerfen. Tausende User ließen es sich nicht nehmen und tobten sich bei der Umgestaltung des Designs so richtig aus. Auf dem Blog von Airbnb findet man den aktuellen Bélo-Report. Am Ende erreichten knapp 20.000 neue Kreationen des Bélo-Logos aus über 180 Ländern die Vermietungsplattform. Ob geplant oder nicht, Airbnb ist mit dieser Aktion auf vielen Social Media Plattform Gesprächsthema Nr. 1 und erzeugte einen hohen Grad an Aufmerksamkeit. Mit der sympathischen Reaktion auf Kritik geht Airbnb mit gutem Beispiel voran, wie durch Interaktion mit den eigenen Kunden aus einer Krise eine aufmerksamkeitsstarke Kampagne umgesetzt werden kann.

Crowdfunding Aktionen über Social Media läuten Zeitalter des digitalen Journalismus ein

Einen weiteren beeindruckenden Beitrag zum Thema Crowdfunding lieferte „brafus2014“. Unter dem Slogan „Was macht Brasilien? Und was macht Brasilien mit der WM?“ reisten die Journalisten Kai Schächtele und Christian Frey ins WM-Gastgeberland. Tag für Tag berichteten die beiden auf ihrem Blog von ihren Erlebnissen und Eindrücken, die sie während der Weltmeisterschaft sammelten. Dabei ging es nicht nur um Fußball. Mensch und Kultur standen viel mehr im Vordergrund und fesselten die Leser mit ihren Berichten von der ersten Sekunde an. Die Finanzierung der Reise ist ihrer genialen Crowdfunding Aktion zu verdanken. Das Besondere daran: absolute Transparenz. In der „Reisekasse“ werden alle Kosten wie etwa für Reisetickets, Verpflegung (sogar Cachaça) und Unterkunft genauesten aufgelistet. Jeder, der daran beteiligt war, wusste genau, wohin sein Geld floss. Schächtele und Frey gelang es damit, eine Vertrauensbasis zu den Nutzern aufzubauen, die im Gegenzug die Kasse klingeln lässt. Sie setzen mit ihrem Social Media Tagebuch „brafus2014“ ein Zeichen, wie digitaler Journalismus in der Zukunft aussehen kann.

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Lucia Ströher

Autor Lucia Ströher

Als duale Studentin nur jedes zweite Quartal in der Agentur. Kämpft in dieser Zeit mit Himmelsrichtungen und Verkehrsmitteln der Großstadt – nicht aber mit ihren Aufgaben. Naturtalent, Nützlichmacherin und Herzerwärmerin. Versteht was von Wörtern und Zahlen. Macht nicht nur als Tennisspielerin eine gute Figur, sondern hält auch als Trainerin die Gruppe zusammen. Nie ohne Buch unterwegs und süchtig nach Schokolade.

In unserem Blog geht es um Kommunikation im digitalen Zeitalter – insbesondere für mittelständische B2B-Unternehmen. Wir teilen außerdem unser Fachwissen und unsere Einschätzung zu Ereignissen, Trends und Zukunft. Die geäußerte Meinung entspricht der Haltung des Autors.

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