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22/06/2012,

Krisenkommunikation

Versicherungsschutz für die persönliche Online Reputation

Mittlerweile gibt es sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen vielzählige einfache Möglichkeiten ihre Online Reputation im Auge zu behalten. So übernehmen zum einen Anbieter das Reputation Management für ihre Kunden. Inzwischen gibt es auch Versicherungen, die einen provisorischen Schutz für Versicherungsnehmer ermöglichen.

Schließlich hinterlässt jeder im Netz Spuren: Bspw. durch eigene, online gestellte Bilder, Markierungen auf fremden Bildern oder durch Statusupdates und Kommentare in Sozialen Netzwerken. Die meisten sind sich dessen gar nicht bewusst. Dabei nutzen beispielsweise Personaler diese Informationen gerne, um sich neben der Bewerbung einen zusätzlichen Eindruck vom Kandidaten zu schaffen. Auch wenn dieses Vorgehen im Sinne des Datenschutzes sehr kritisch zu betrachten ist.

Ende 2010 führte Microsoft eine Umfrage unter 2.500 Personalern aus den USA, Deutschland, Frankreich und UK durch. Diese zeigte, dass die Befragten die Online Reputation als wichtig bis sehr wichtig einstuften. In Deutschland haben 16 Prozent der Personaler bereits einen Kandidaten auf Grund der online zu findenden Informationen abgelehnt.

Versicherungsschutz für die Identität im Netz

Versicherungen haben das Internet und damit die Marktlücke, die sich bezüglich der Ablehnung aufgrund von Online Reputation entwickelt hat, für sich entdeckt. In Frankreich bieten Swiss Life und Axa eine Versicherung für Privatpersonen zum Schutz vor einem schlechten Ruf im Internet an. Die „Protection Familiale Intégrale“ von Axa wird zum Beispiel tätig, wenn es zur Ablehnung eines Bewerbers auf Grund eines ungünstigen Fotos im Netz kommt. Die Versicherung bietet ihren Kunden im konkreten Fall an, die Kosten für Anbieter zu übernehmen, die sich um die Löschung der negativen Inhalte kümmern. Die Leistungen der Police schließen auch die Übernahme sämtlicher Kosten ein, die bei einer möglichen Klage gegen den Seiteninhaber auf den Versicherten zukommen. Außerdem wird kostenlose, psychologische Hilfe angeboten, sollte es beispielsweise zu Schmähungen im Internet kommen.

Wichtig bei den Online Reputation-Versicherungen ist: Sie müssen zum Zeitpunkt einer Ablehnung durch den Personaler bereits bestehen, also vorsorglich abgeschlossen worden sein. Ob es dann bei einer Ablehnung wirklich an der Online Reputation des Bewerbers gelegen hat, ist jedoch schwer nachzuweisen. Schließlich geben Unternehmen eher selten einen speziellen Grund für eine Ablehnung an. Es ist also durchaus zu hinterfragen, wann und ob die abgeschlossene Versicherung wirklich greift.

Die Zahl der Bewerber, die wegen kompromittierenden Inhalten in Frankreich von Personalern abgelehnt wurde, lag 2010 übrigens mit 14 Prozent noch unterhalb der deutschen. Und die Angebote der Versicherungen erfreuen sich dort recht hoher Nachfrage. Bleibt also abzuwarten, wann es diese Art des Versicherungsschutzes auch in Deutschland gibt.

Professionelles Reputation Management durch Unternehmen

Fraglich ist aber, ob eine solche Versicherung eigentlich notwendig ist. Wenn das Online Reputation Management in professionelle Hände abgegeben wird, dann kann dieses während der gesamten Zeit überwacht werden. Mittlerweile gibt es unterschiedliche Anbieter, die mit dem Management der persönlichen Online Reputation bzw. mit der von Unternehmen beauftragt werden können. Wie beim Versicherungsschutz bereits angesprochen reichen die Angebote hier von der Recherche bis hin zur Verteidigung des Auftraggebers vor Gericht. Durch Suchmaschinenoptimierung kann beispielsweise dafür gesorgt werden, dass unerwünschte Beiträge in den Hintergrund und positive Inhalte ins Zentrum gerückt werden. Dadurch sind letztere leichter auffindbar. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, bestimmte Inhalte von den Seiteninhabern löschen zu lassen.

Self Reputation Management: Eigenverantwortliches Handeln als Schutz vor negativen Feedback

Es gibt also durchaus Möglichkeiten, sich für das Online Reputation Management professionelle Unterstützung zu holen.

Grundsätzlich gibt es aber auch schnelle, einfache und kostenlose Möglichkeiten für das Online Reputation Management. Indem man sich selbst googelt, kann jeder sich einen Überblick über den Inhalt, den es zu einem im Netz zu finden gibt, schaffen. Allgemein gilt ein bewusster Umgang mit dem Web 2.0.

 

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In unserem Blog geht es um Kommunikation im digitalen Zeitalter – insbesondere für mittelständische B2B-Unternehmen. Wir teilen außerdem unser Fachwissen und unsere Einschätzung zu Ereignissen, Trends und Zukunft. Die geäußerte Meinung entspricht der Haltung des Autors.