01. March 2017,

Social Media

Show, don’t tell - Wie Unternehmen "Visual Storytelling" für sich nutzen können

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Youtube, Instagram, Snapchat und Pinterest machen es vor. Werden wir künftig nur noch mit Bildern, Videos und Tönen und nicht mehr mit Texten kommunizieren? Und wird sich diese Entwicklung in der Unternehmenskommunikation durchsetzen? Grafiken, Bewegtbild und Fotos bieten viele Vorteile: Sie illustrieren und konkretisieren eine Erzählung. Doch zu einer Geschichte gehört viel mehr: Bilder erzählen erst gute Storys, wenn sie mit einem (Kon-)Text daherkommen. Der Begriff dafür lautet Visual Storytelling. Das Wesen des Visual Storytellings ist die klassische Erzähltechnik, heute gern Storytelling genannt. Wie können Unternehmen diese Technik geschickt für sich nutzen, um ihre Zielgruppen noch besser zu erreichen? 

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Die Kunst liegt in der Geschichte

Storytelling ist keinesfalls eine Neuheit. Seit über 40.000 Jahren geben Menschen Erfahrungen von Generation zu Generation weiter. Höhlenmalereien, Märchen und mündliche Erzählungen sind nur einige Beispiele. Der Buchdruck ermöglichte jedermann den Zugang zu Wissen. Auch Fotografie und Film entwickelten sich in kurzer Zeit rasant weiter und beeinflussen bis heute die Art des Geschichtenerzählens. Am Anfang des 21. Jahrhunderts steht nun ein neuer Wechsel an. Die Digitalisierung gestattet uns eine neue Form des Erzählens: Bilder, Texte und Bewegtbild können kombiniert und nahezu überall sowie in Echtzeit kommuniziert werden. Die Zutaten sind dieselben, die auch im klassischen Storytelling verwendet werden: Es gibt eine Hauptfigur, einen Konflikt, ein sinnstiftendes Motiv und viele Emotionen. Visual Storytelling besitzt zudem eine sogenannte Viralkraft. Sie wird verstärkt durch die unabhängige Produktion und Verbreitung der mobilen Endgeräte. Ein Bild, Meme, GIF oder Video kann sich in Sekundenschnelle im Internet verbreiten und unzählige Menschen erreichen. Dabei spielen vier Kriterien eine Rolle: Grafiken müssen authentisch und kulturell relevant sein. Außerdem müssen die Bilder alle Sinne ansprechen und Grundmuster aus unseren Erfahrungen zitieren. Immer zu beachten: Der Content muss stimmen.

Große Wirkung durch Emotionen

Das Erzählen mit Bildern und Text funktioniert jedoch nicht nur online. Visual Storytelling ist auch offline einsetzbar, zum Beispiel in Zeitungen, Magazinen oder auf Werbeflächen. Visual Storytelling überzeugt den Zuschauer bzw. Leser hauptsächlich mit emotionalen Geschichten. Neutralität und Fakten gehören der Vergangenheit an. Eines der besten Beispiele ist der Werbeclip des Whiskey-Herstellers Johnnie Walker. Die Geschichte zweier Brüder im Clip berührt nicht nur die Emotionen, die Geschichte erzählt durch die Spirituose die Verbundenheit zur Marke und zum Leben. 

 

 

Analena Rischpler

Autor Analena Rischpler

Auf ihrem Weg vom Journalismus in die Agentur hat sie die Leidenschaft für Sprache im Gepäck. Im Kopf studierte Politologin und Kommunikationswissenschaftlerin, im Herzen kreative Designerin. Komplexe Themen kleidet sie in einfache Worte, aus klaren Worten strickt sie überzeugende Argumente. Meist in der Natur zu finden, am liebsten in Gesellschaft. Ihr größtes Geschenk: die Welt aus den Augen ihrer Kinder erklärt zu bekommen.

In unserem Blog geht es um Kommunikation im digitalen Zeitalter – insbesondere für mittelständische B2B-Unternehmen. Wir teilen außerdem unser Fachwissen und unsere Einschätzung zu Ereignissen, Trends und Zukunft. Die geäußerte Meinung entspricht der Haltung des Autors.